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12.03.2018 Volksstimme

FCM: Stark angefangen, stark aufgehört

Der 1. FC Magdeburg feiert beim 6:1 (3:1) gegen den VfR Aalen den höchsten Sieg seiner Drittliga-Zugehörigkeit.

Magdeburg l „Der Sieg war gut für unser Torverhältnis, das kann noch wichtig werden“, freute sich Mittelfeldmann Richard Weil nach dem überzeugenden Auftritt, mit dem der FCM die beständig punktende Konkurrenz auf Abstand hielt und Tabellenzweiter mit drei Punkten Vorsprung vor dem Karlsruher SC bleibt. „Wir haben die Verfolger nicht thematisiert, schauen nur auf uns – alles andere können wir nicht beeinflussen“, betonte Trainer Jens Härtel nach dem verdienten Erfolg erneut.

Vor 17.136 Zuschauern in der MDCC-Arena legte der Tabellenzweite bei frühlingshaften Temperaturen einen Blitzstart hin und brachte die Fans in Wallung. Schon noch vier Minuten war Christian Beck nach toller Vorarbeit von Florian Pick zur Stelle. Einen Tag nach seinem 30. Geburtstag traf Beck mit einem „Tor des Monats“ zum 1:0 – sein neuntes Saisontor.

Hainault trifft per Kopf

André Hainault per Kopf nach einem Eckball (12. Minute) und Philip Türpitz mit einem 20-Meter-Freistoß (14.) erhöhten auf 3:0 und stellten die Weichen auf Sieg. „Wir sind perfekt reingekommen, konnten mit den Standards nachlegen“, freute sich Härtel. Wermutstropfen: Felix Schiller musste kurz vor dem 2:0 verletzungsbedingt vom Platz, für ihn kam Christopher Handke in die Verteidigung. Erste Diagnose bei Schiller: Faserriss in der Leistengegend.

Trotz des klaren Rückstandes steckten die Aalener nicht auf und kamen nach einer zu kurzen Kopfballabwehr von Handke durch Luca Schnellbacher zum 1:3 (24.). Nach dem Anschlusstor war das Spiel offener, Nils Butzen vergab noch eine gute Möglichkeit, das Ergebnis auszubauen (42.).

Zwischenzeitlich sehr passiv

Die zweite Halbzeit ist schnell erzählt. Die Gäste konnten nicht so richtig, der FCM – Trainer Jens Härtel vertraute exakt der Elf und dem Kader vom 1:1 unter der Woche beim SC Paderborn – wollte lange nicht mehr, hatte zu wenig Bewegung im Spiel. „Da waren wir ein bisschen passiv“, räumte Weil später ein.

Die Chancenverwertung blieb aber nahezu 100-prozentig: Mit dem ersten ausgespielten Angriff kam der Club zum 4:1, Weil traf aus 16 Metern in den Winkel (73.). Ebenfalls äu-ßerst sehenswert: Björn Rother traf volley nach Vorarbeit von Tobias Schwede zum 5:1 (82.), und der eingewechselte Marcel Costly hämmerte den Ball sogar noch aus 16 Metern zum 6:1 ins Tor (84.). „Der Sieg ist hochverdient, vielleicht ein, zwei Tore zu hoch“, resümierte ein zufriedener Jens Härtel.