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11.10.2018 1.FC-Magdeburg.de

1:1 (0:1) im Test beim VfL Wolfsburg

Beck trifft zum Ausgleich in Halbzeit zwei
Am Nachmittag des 11.10.2018 trennten sich der 1. FC Magdeburg und Bundesligist VfL Wolfsburg 1:1 (1:0) unentschieden vor 1.512 Zuschauern im AOK Stadion Wolfsburg. Robin Knoche erzielte in der ersten Halbzeit den Führungstreffer für die Gastgeber. In Durchgang zwei konnte Blau-Weiß durch einen späten Treffer von Torjäger Christian Beck zum Ausgleich treffen.
Cheftrainer Jens Härtel nutzte das Testspiel zum Rotieren, dabei steuerte er gezielt die Belastung einzelner Spieler. So spielte Blau-Weiß mit einigen Veränderungen im Vergleich zum Heimspiel gegen die SG Dynamo Dresden. Den Platz zwischen den Pfosten nahm Jasmin Fejzic ein. In der Formation wich Härtel vom üblichen 3-4-3-System ab.
Zu Gast beim Bundesligisten im AOK Stadion wollten sich die Gäste aus der Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts nicht verstecken, liefen die Wölfe sofort hoch an. Die Wolfsburger ließen sich derweil bei Magdeburger Ballbesitz tief fallen und ließen die Gäste kommen. Clever ließen die Gastgeber durch die eigenen Reihen laufen. So neutralisierten sich beide Seiten in der Anfangsphase weitestgehend.
Folglich dauerte es bis zur 13. Minute, bis es vor dem Tor erstmals gefährlich wurde. Nach Steilpass von Wout Weghorst lief Daniel Ginczek allein auf Keeper Fejzic zu. Im Eins-gegen-Eins blieb dieser jedoch Sieger und bewahrte Blau-Weiß vor dem Rückstand. Kurz darauf lag die Kugel im Netz der Wölfe, der Treffer zählte jedoch nicht. Manfred Osei Kwadwo hatte Mergim Berisha steil geschickt, der zwar eiskalt vollstreckte, davor aber im Abseits stand. 
In der 21. Minute war Jasmin Fejzic dann machtlos. Nach Maximilian Arnolds Freistoßflanke von der linken Seite köpfte Robin Knoche in der Mitte ein. Sonst blieben Torchancen im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs Mangelware. Einige vielversprechende Kombinationen der Blau-Weißen scheiterten oft am letzten Pass. In der 39. Minute fand der entscheidende Pass von Kwadwo wiederum Berisha, aber der traf nur das Außennetz.

Mergim Berisha (Mitte) hatte in Durchgang eins gute Chancen auf dem Fuß. (Foto: Sportfotos Magdeburg)
Die Wölfe hatten kurz vor der Pause in Person von Daniel Ginczek die Chance zum zweiten Treffer. Nach Ballgewinn in der eigenen Hälfte marschierte der Angreifer mit dem Ball am Fuß über das gesamte Feld. Nachdem er auch Torhüter Fejzic umlief, war nur noch Christopher Handke auf der Linie zu schlagen. Allerdings schob Ginczek die Kugel knapp am rechten Pfosten vorbei. Wenig später pfiff Schiedsrichter Robert Schröder beim Stand von 1:0 zur Pause.
Nachdem Cheftrainer Jens Härtel bereits in der 32. Minute den nach einem Zweikampf angeschlagenen Joel Abu Hanna (Adduktoren) durch Michel Niemeyer zu ersetzen, startete er sonst mit der verbliebenen Startelf in Durchgang zwei. In dieser kam Felix Lohkemper zum ersten Abschluss, bei dem Pervan allerdings erneut zur Stelle war. In der 58. Minute sorgte dann Berisha für Torgefahr, köpfte nach Niemeyer-Freistoß an den linken Pfosten. Die Wölfe kamen in der 66. Minute nach anfänglicher Überlegenheit der Gäste in Durchgang zwei wieder zu einem Abschluss. Nachdem ein Eckball eigentlich schon geklärt war, kam Jung aus der Distanz wuchtig zum Schuss, knapp links vorbei. Die nächste Gelegenheit erarbeiteten sich in Minute 74 die Gastgeber, als Tachie zum Fernschuss ansetzte und Seidel den wuchtig geschossenen Ball stark parierte.
Zu diesem Zeitpunkt hatte Cheftrainer Jens Härtel bereits fünfmal gewechselt. Beck, Costly und Seidel kamen in der 62. Minute für Berisha, Lohkemper und Fejzic. Wenig später kam Defensivspieler Dennis Erdmann für Christopher Handke ins Spiel. In der Schlussphase durften dann auch Türpitz, Rother und Harant noch für Blau-Weiß mitmischen. Dem Spielfluss der Elbestädter brachten die vielen Wechsel aber keinen großen Bruch. In der 78. Minute setzte Philip Türpitz den ebenfalls eingewechselten Christian Beck in der Mitte ein, der allerdings noch gestört werden konnte.
Sechs Minuten vor dem Ende dann der Ausgleich für den Club. Rother rettete einen Ball noch vor Überqueren der Grundlinie und brachte eine hohe Hereingabe ins Zentrum, wo Beck höher sprang als Keeper Pervan und die Kugel mit dem Hinterkopf zum 1:1 ins Tor bugsierte. Es folgte ein sofortiger Gegenstoß des VfL, der Ball landete scharf in der Box, wo ein Wolfsburger zum Abschluss kam und Rother in höchster Not zur Ecke klärte. In den Schlussakkorden der Partie gab es keine weiteren Torchancen zu verzeichnen, so dass Schiedsrichter Robert Schröder die Begegnung pünktlich nach 90 Minuten mit dem Schlusspfiff beendete.
„Wir haben im ersten Durchgang die Dinge nicht so gut umgesetzt, wie wir das wollten und sind in mehrere Konter gelaufen. Am Ende haben wir uns belohnt und es im zweiten Durchgang besser gemacht. Insgesamt können wir zufrieden sein“, resümierte Cheftrainer Jens Härtel.
Ein besonderer Dank gilt dem VfL Wolfsburg für die kurzfristige und unproblematische Vereinbarung des Testspiels sowie den zahlreich mitgereisten FCM-Anhängern.
Schon am morgigen Freitag ist der 1. FC Magdeburg in einem weiteren Testspiel gefordert, wenn Landesligist MSV Börde zur Begegnung in die Harsdorfer Straße lädt. Die Partie beginnt um 16:00 Uhr, Blau-Weiß freut sich auf den Besuch zahlreicher FCM-Fans. 

Tore: 1:0 Robin Knoche (22.), 1:1 Christian Beck (84.)
Zuschauer: 1.512 (AOK Stadion Wolfsburg)
VfL Wolfsburg: Pavao Pervan – William De Asevedo Furtado (46. Sebastian Jung), Paul Verhaegh, Wout Weghorst (79. Iba May), Yannick Gerhardt, Maximilian Arnold (46. Paul Seguin), Dominik Franke (46. Robin Ziegele), Robin Knoche, Daniel Ginczek, Marvin Stefaniak (64. Richmond Tachie), Elvis Rexhbecaj
1. FC Magdeburg: Jasmin Fejzic (62. Mario Seidel) – Christopher Handke (68. Dennis Erdmann), Tobias Müller (79. Philipp Harant), Felix Lohkemper (62. Christian Beck), Nils Butzen, Richard Weil, Joel Abu Hanna (32. Michel Niemeyer), Manfred Osei Kwadwo (76. Björn Rother), Charles Laprévotte, Tarek Chahed (76. Philip Türpitz), Mergim Berisha (62. Marcel Costly)
 
Fotos: Sportfotos Magdeburg