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03.12.2018 Volksstimme

FCM unterstützt Drittliga-Protest

Der 1. FC Magdeburg legt ein Positionspapier vor und unterstützt den Protest der Drittligisten.

Magdeburg l Am Wochenende protestierten die 20 Drittligavereine gegen den Deutschen Fußball-Bund (DFB) und Spieltagszerstückelungen. Auch die momentane Aufstiegsregelung von der Regionalliga in die 3. Liga ist ein Reizthema.

Der 1. FC Magdeburg, in der vergangenen Saison selbst noch Drittligist, legte am Sonntag ein Positionspapier vor und solidarisierte sich mit den Vereinen in der dritthöchsten Spielklasse. In diesem Papier geht es vor allem um die Aufstiegsregelung in die 3. Liga, die durch eine Reform geklärt werden soll. „Klares Ziel der Reform muss der direkte Aufstieg aller Meister der Regionalligen sein“, ist eine FCM-Forderung.

Momentan gibt es eine Zwischenlösung

Momentan gibt es eine Zwischenlösung mit einem rollierenden System. Die direkten Aufsteiger in den momentan fünf Regionalligen rotieren in den kommenden zwei Jahren. Der Meister der Regionalliga Nordost steigt beispielsweise in dieser Saison auf, muss am Ende der kommenden Saison aber eine Aufstiegsrelegation bestreiten.

Von diesen Relegationsspielen hält der Club nichts. Zwar setzte sich der FCM 2015 erfolgreich in der Relegation gegen Offenbach durch und stieg in die 3. Liga auf. Aber: „War der 1. FC Magdeburg der strahlende Sieger, so war dennoch der Verlierer der Relegation um den gerechten Lohn einer ebenfalls erfolgreichen Saison gebracht“, stellte der Club in seinem Positionspapier fest.

Sollte es keine sinnvolle Entscheidung nach der momentanen Zwischenlösung geben, kündigte der FCM an, sich wieder für drei Drittliga-Absteiger in die Regionalliga einzusetzen. Als Entgegenkommen hatten sich der DFB und die 3. Liga in diesem Jahr zunächst auf vier Absteiger geeinigt.

FCM arbeitet mit Fans zusammen

Der FCM erarbeitete das Positionspapier in Abstimmung mit den eigenen Fans und kommt zu einem eindeutigen Fazit: „Die Basis, die teilnehmenden Vereine selbst, sollten im Fokus der Verbandsarbeit stehen.“

Die Zeit drängt, ab Sommer 2020 sollte eigentlich eine für die Zukunft belastbare Variante bereits in Kraft treten. In den vergangenen Tagen war immer wieder die Rede davon, dass die Südwest- und West-Staffeln bestehen bleiben sollen. Das könnte das Aus für die Regionalliga Nordost bedeuten.