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10.01.2019 Bild

FCM-Neuzugang verrät Selbstzweifel – Kirchhoff dachte ans Karriereende

No Excuses – keine Ausreden! Dieses Tattoo ließ sich FCM-Neueinkauf Jan Kirchhoff (28) schon in jungen Jahren direkt in Höhe der Achillessehne stechen. Ohne zu ahnen, wie wichtig diese zwei Worte im Laufe seiner Karriere werden sollten.

Er hätte viele Ausreden haben können. Denn in zehn Profijahren nahm Jan fast jede schwere Verletzung (Meniskus, Syndesmoseband, Leiste, Achillesehne) mit, die man sich als Fußballer einfangen kann. Ob in Mainz, bei Bayern oder auf Schalke. Immer wieder wurde er brutal ausgebremst.

Und besonders nach seiner Zeit in England (Sunderland, Bolton) stand für ihn die Frage: „Kann ich nach den vielen Rückschlägen überhaupt noch mal auf dem Niveau spielen, das ich selber von mir verlange?“

Lange war er auf der Suche nach einer Antwort: „Wenn du das Gefühl hast, das Level nicht mehr zu packen, dann macht Profifußball keinen Spaß mehr. Und ich habe ernsthaft mit dem Gedanken gespielt, meine Karriere zu beenden.“

Bloß gut, dass er sich anders entschieden hat. Kirchhoff setzte bei seinem FCM-Debüt auf der „Sechs“ völlig neue Maßstäbe. Und hakt seine Topleistung so ab: „Die Jungs haben es mir einfach gemacht. Ich konnte nur dadurch zeigen, wofür ich geholt wurde.“

Trainer Michael Oenning (53) kennt Kirchhoffs Verletzungshistorie, hat ihn aber trotz des Risikos geholt.

Er sagt: „Der Junge muss mir nicht beweisen, dass er Fußball auf ganz hohem Niveau spielen kann. Magdeburg ist für ihn sozusagen eine Rückkehr auf die Fußballbühne. ich hoffe, er bleibt diesmal von Rückschlägen verschont.“