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04.02.2019 Volksstimme

Schmedemann hat Sieg auf dem Schlappen

In der A-Junioren Bundesliga trennten sich der 1. FC Magdeburg und Dynamo Dresden 2:2 remis.

Magdeburg l U-19-Kapitän Pascal Schmedemann war sich nach dem 2:2 (1:1) am Sonnabend nicht zu schade, eine volle Selters-Kiste in die mehrere 100 Meter entfernte Kabine zu schleppen. Kurz zuvor hatte der aufgerückte Linksverteidiger noch das 3:2 auf dem Fuß, sein Schuss mit dem linken Außenrist strich knapp am rechten Pfosten vorbei. Obwohl der 18-Jährige mit einem Profi-Anschlussvertrag bis 2020 ausgestattet ist, im Januar mit im Wintertrainingslager der Zweitliga-Profis in Andalusien war, ist er sehr bodenständig. Im Sommer macht der Zwölft-klässler am Sportgymnasium sein Abitur.

Schmedemann trauert Torchance nach

„Den muss ich natürlich machen“, sagt der 2016 durch den damaligen B-Jugend-Trainer Marco Kurth vom FC Mecklenburg Schwerin zum FCM gelotste 1,86 Meter große Defensivspieler, der unter Thomas Hoßmang auch schon auf der linken Außenbahn zum Einsatz kam.

„Schmedemann hat sicherlich ein gewisses Talent. Aber das reicht nicht aus. Du musst dann mehr machen, an deinen Schwächen arbeiten und bereit sein, alles unter einem Hut zu bringen. Das macht er gut, überwand auch zwei schwere Verletzungen“, adelt ihn fast FCM-Nachwuchsleiter Hoßmang.

Das Duell der Tabellennachbarn der A-Junioren-Bundesliga zwischem dem 1. FC Magdeburg und Dynamo Dresden begann auf Kunstrasen überhaupt nicht nach dem Geschmack der Gastgeber, die mit dem angestrebten Heimsieg den Abstand zur Abstiegszone noch weiter vergrößern wollten. Doch schon in der ersten Spielminute schlug Dresdens tschechicher Auswahl-Mittelstürmer Vasil Kusej, den Dynamo mit einem bis 2022 geltenden Profivertrag ausgestattet haben, per Sonntagsschuss das erste Mal zu. Keeper Tim Kipser hatte da vor den Augen von Profitrainer Michael Oenning keine Abwehrchance.

Kusej und Schiemann treffen doppelt

Mittelstürmer Bruno Schiemann glich zwar 17 Minuten später zum 1:1 aus, brachte die Hausherren sechs Minuten nach Wiederbeginn nach schöner Vorarbeit von Marvin Temp sogar mit 2:1 in Führung (51.), doch war das noch nicht der Endstand. Erneut schlug Kusej zu, düpierte beim 2:2 Luca Menke mit einem kleinen Schubser (57.). Der in die Viererkette zurück beorderte Anton Kanther ließ da die geforderte Absicherung vermissen, wurde wenig später elfmeterreif gefoult, doch blieb der Pfiff aus.

Obwohl die Gäste ab der 66. Minute nur noch zu zehnt spielten, gelang dem FCM kein weiterer Treffer mehr. Neben Schmedemann hatte Fatih Salihoglu noch eine gute Gelegenheit, wurde nach starkem Dribbling im letzten Moment gebremst.