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07.02.2019 Bild

Laprevotte startet endlich durch

Es gibt Blitz-Karrieren – und es gibt Charles Elie Laprevotte (26).

Der Mittelfeldspieler aus Nancy (Frankreich) kam im Winter 2017 aus Freiburg. Und brauchte zwei Jahre, um sich beim 1. FC Magdeburg durchzusetzen. Seit sechs Spielen ist er bei Trainer Michael Oenning (53) in der Startelf gesetzt.

Was für ein langer Anlauf! Von Ex-Trainer Jens Härtel (49) ignoriert, war er kurz davor, hinzuschmeißen: „Ich wollte spielen, habe aber wohl nicht ins Profil von Herrn Härtel gepasst, stand nur am Rand. Deshalb dachte ich an einen Wechsel ins Ausland, wollte was anderes kennenlernen.“ Was ihn damals nervte: „Nicht jeder braucht das. Aber unter Härtel hat mir gefehlt, dass man miteinander redet.“

Gut, dass er trotzdem geblieben ist! „Mit Michael Oenning ist ein kommunikativer Trainer mit einer anderen Philosophie da. Er lässt offensiver mit mehr Risiko spielen. Das passt für mich viel besser“, erklärt er, warum er erst jetzt sportlich angekommen ist.

Dabei fühlte sich Laprevotte privat in Magdeburg vom ersten Tag an heimisch. „Schön, grün und stressfrei. Man merkt nicht mal, dass man in einer Großstadt wohnt. Ich fühle mich hier absolut wohl“, sagt er. Trotzdem hat er sich ein Stück französischer Kultur bewahrt! „Ich spaziere gern mal allein durch die Innenstadt, habe viele coole Bistros und Cafès entdeckt. Ich liebe Kaffee und Kuchen.“

Beim Kurkuma-Mandel-Drink im Lieblings-Café „Crops“ blickt er auf Sonntag voraus: „Kiel kommt. Für mich eines der stärksten Teams der Liga, mit einer ähnlichen Spielanlage wie Bochum. Aber nach zwei Siegen in Folge brauchen wir uns vor niemandem verstecken.”