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25.02.2019 Volksstimme

FCM holt einen Punkt gegen Paderborn

Der 1. FC Magdeburg hat vor 20.201 Zuschauern 1:1 (1:0) gegen den SC Paderborn gespielt. Rico Preißinger traf für den FCM.

Magdeburg l FCM-Trainer Michael Oenning vertraute zu Beginn der gleichen Mannschaft, die zuletzt 3:1 in Bielefeld gewann. Auch das System war identisch - ein 4-4-2 mit Mittelfeldraute. Beim SC Paderborn waren mit Torhüter Leopold Zingerle und Mittelfeldspieler Tobias Schwede zwei Ex-Magdeburger im Kader. Zingerle stand ind er Startelf, Schwede saß auf der Bank. Außerdem hat Trainer Staffen Baumgart als Spieler und Trainer eine FCM-Vergangenheit.

Preißinger trifft für den FCM

Nach einer ersten Phase des Abtastens sorgte FCM-Torhüter Giorgi Loria mit einem etwas gewagten Ausflug für Aufsehen. Paderborn konnte aus dieser Gelegenheit aber nichts machen (5.). Der Club stand defensiv sicher und versuchte dann, nach frühen Balleroberungen schnell umzuschalten. Das frühe Stören des Gegners zahlte sich in der 13. Minute aus: Nachdem sich Marius Bülter den Ball sicherte passte er auf Philip Türpitz, der auf Rico Preißinger quer legte. Preißinger ging einen Schritt, zog dann ab und traf zur FCM-Führung.

Der Treffer verlieh den Gastgebern richtig Auftrieb. Der FCM kombinierte sich häufig sehenswert durchs Mittelfeld, Paderborn reagierte vorwiegend mit Befreiungsschlägen und war sichtlich beeindruckt. Immer wieder erkämpfte sich das Oenning-Team früh im Mittelfeld den Ball, ließ somit die offensivstarken Gäste gar nicht in ihren Angriffsrhythmus kommen.

Umstrittene Schiedsrichter-Entscheidung

Glück hatten die Paderborner in der 35. Minute: Türpitz legte ab für Charles Elie Laprévotte. Dessen Schuss wehrte Uwe Hünemeier im Fallen mit der Hand ab - es hätte Elfmeter geben können. Schiedsrichter Alexander Sather ließ aber weiterspielen. Im Duell der Aufsteiger war weiterhin viel los - beide Mannschaften suchten oft den Torabschluss, ohne aber richtig gefährlich zu sein. Bei Paderborenern Kontern waren entweder der starke Jan Kirchhoff oder Tobias Müller sowie Dennis Erdmann rechtzeitig zur Stelle.

Nach der Pause hatte der FCM die Partie zunächst im Griff. Paderborn schaffte es kaum, in der Offensive Akzente zu setzen. Nach rund einer Stunde hatte dann Torjäger Sven Michel eine gute Chance, er vergab allerdings. Nach einem rüden Foul von Timo Perthel an Mohamed Dräger sah der Magdeburger die Gelbe Karte (58.). Oenning reagierte und wechselte Perthel aus, für ihn kam Michel Niemeyer ins Spiel.

Hünemeier trifft zum Ausgleich

Die Partie war jetzt deutlich langsamer als in der ersten Halbzeit. Der Ball war häufig im Aus, außerdem fielen beide Teams eher durch Fouls als durch gute Kombinationen auf. Bis zur 67. Minute: Michel zog aus der Distanz ab, Loria ließ den Ball prallen, Ben Zolinski vergab aber den Nachschuss. Der Ausgleich lang jetzt in der Luft - und fiel dann auch drei Minuten später: Marius Bülter konnte auf der rechten Abwehrseite Sebastian Vasiliadis nicht stellen. Dessen Flanke nahm Hünemeier direkt und traf spektakulär zum 1:1.

Der FCM war nicht mehr so präsent wie zuvor in den Zweikämpfen. Die intensive erste Hälfte hatte offensichtlich Kraft gekostet. Vier Minuten vor Schluss zeigte aberJan Kirchhoff noch mal seine ganze Klasse. Er lupfte den Ball auf den eingewechselten Marcel Costly, in dessen Abschluss fast Felix Lohkemper gerutscht wäre. Kurz danach rutschte dann Dennis Erdmann an einem langen Freistoß von Niemeyer vorbei (88.). Am Ende blieb es beim 1:1.

FCM: Loria - Bülter, Müller, Erdmann, Perthel (62. Niemeyer) - Kirchhoff - Laprévotte, Preißinger - Türpitz (74. Costly) - Lohkemper (90.+1 Lewerenz), Beck.