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26.02.2019 Volksstimme

FCM zu passiv nach der Pause

Der 1. FC Magdeburg hat trotz einer starken ersten Hälfte beim 1:1 (1:0) gegen Paderborn den zweiten Heimsieg der Saison verpasst.

Magdeburg l Nach dem Abpfiff unterhielt sich FCM-Mittelfeldspieler Rico Preißinger in der Mixed-Zone der MDCC-Arena mit dem Paderborner Sebastian Vasiliadis. Beide kennen sich noch aus der gemeinsamen Zeit beim Drittligisten VfR Aalen. Gestern beim 1:1 (1:0) zwischen dem 1. FC Magdeburg und dem SC Paderborn gehörten Prei ßinger und Vasiliadis auch auf dem Rasen zu den Hauptdarstellern.

FCM überzeugt in der ersten Halbzeit

Es war ein Spiel, in dem für den FCM aufgrund einer starken ersten Halbzeit mehr drin gewesen wäre. Nach einer guten Kombination über Marius Bülter und Philip Türpitz war es jener Preißinger, der mit einem Weitschuss für die frühe Führung des Clubs verantwortlich war (13.). Es war Preißingers erstes Zweitligator. „Endlich habe ich den Ball mal so getroffen, wie ich ihn treffen wollte“, sagte er und schmunzelte.

Nach rund einer halben Stunde hätte das Team von Trainer Michael Oenning dann eigentlich einen Elfmeter bekommen können, als der Ball Uwe Hünemeier gegen die Hand sprang. Schiedsrichter Alexander Sather ließ aber weiterspielen.

Der FCM war in den ersten 45 Minuten sehr präsent, störte die Paderborner früh und ließ sie nur selten ihr Offensivspiel aufziehen. Zwischenzeitlich hatten die Verteidiger Marius Bülter und Dennis Erdmann überragende Zweikampfwerte von 90 beziehungsweise 86 Prozent.

In der zweiten Halbzeit sah das allerdings ganz anders aus. Der FCM war zu passiv, die Gäste gewannen mehr Zweikämpfe und brachten ihre Stärken besser ein. Ein Beleg dafür war, dass Bülters Zweikampfwert am Ende nur noch bei 56 Prozent lag. Problematisch war auch die schwache Passquote: Nur 59 Prozent kamen beim Mitspieler an – das ist der schwächste Wert aller bisherigen FCM-Spiele 2019. „Ich hätte lieber nicht getroffen und wir hätten gewonnen“, sagte Preißinger verärgert.

Der FCM lässt den SC Paderborn spielen

Auch bei Mittelfeldspieler Jan Kirchhoff überwog Enttäuschung. „Wenn man mit einem 1:0 in die Halbzeit geht, will man das natürlich über die Zeit bringen beziehungsweise noch ausbauen“, sagte er. Und: „Paderborn hat in der zweiten Hälfte sehr viel Druck gemacht, hatte ein, zwei klare Torchancen.“

In der 67. Minute wäre der Ausgleich eigentlich schon fällig gewesen: Nach einem Schuss von Sven Michel sah FCM-Torhüter Giorgi Loria nicht gut aus und ließ den Ball prallen. Der freistehende Ben Zolinski vergab aber fahrlässig den Nachschuss. Besser machten es die Paderborner drei Minuten später: Preißingers Ex-Kollege Vasiliadis setzte sich auf der rechten Seite gegen Marius Bülter durch und flankte scharf in die Mitte. Dort stand Hünemeier, der den Ball direkt und spektakulär zum Ausgleich verwandelte.

Der eingewechselte Michel Niemeyer stand zu weit entfernt – und war selbstkritisch. „Das war ein blödes Gegentor. Ich hätte eigentlich einrücken müssen. Vielleicht wäre ich dann noch herangekommen. Hünemeier hat den Ball aber auch perfekt getroffen“, betonte er.

Oenning macht keinen Vorwurf

FCM-Trainer Michael Oenning wollte seiner Mannschaft in der zweiten Halbzeit aber keinen Vorwurf machen. Im Gegenteil: „Ich finde nicht, dass wir gewackelt haben.“ Auch Kirchhoff fand dann schließlich noch einen positiven Ansatz. „Wir waren gegen eine gute Mannschaft der Liga auf Augenhöhe. Wir sind im Jahr 2019 immer noch ungeschlagen. Darauf können wir aufbauen.“

Am Freitag (18.30 Uhr) geht es für den FCM bereits weiter, wenn der Club zum Kellerduell beim MSV Duisburg antritt.