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13.04.2019 Volksstimme

Vertrauen in die FCM-Zukunft

Der 1. FC Magdeburg hat die Förderung der eigenen Talente immer weiter verbessert. Dieses Engagement soll aber nur der Anfang sein.

Magdeburg l Der 1. FC Magdeburg hat sich für das Zweitliga-Heimspiel heute gegen Darmstadt etwas einfallen lassen. Auf dem Trikotärmel wird „Magdeburg 2025 – machen“ stehen. Das ist ein Slogan, mit dem die Bewerbung Magdeburgs zur Kulturhauptstadt Europas im Jahr 2025 unterstützt wird.

Dieses Engagement für ein Projekt, das sich mit Zukunft und Entwicklung beschäftigt, passt ziemlich gut zu der Philosophie, der sich der 1. FC Magdeburg verschrieben hat. Geschäftsführer Mario Kallnik will nämlich noch mehr auf die Zukunft, sprich auf den eigenen Nachwuchs setzen.

Mehrere Talente kommen zu Profis

Erste sichtbare Zeichen soll es bereits in der neuen Saison geben. Kallnik verrät, dass mit Pascal Schmedemann (18 Jahre) und Marvin Temp (18) zwei A-Junioren dauerhaft zu den Profis geholt werden. Anton Kanther (18), ebenfalls noch in der U 19 aktiv, liegt ein Angebot vor. Mit Philipp Harant (20) und Leon Heynke (19), beide sind momentan an den Regionalligisten Germania Halberstadt ausgeliehen, kehren zudem zwei Talente nach Magdeburg zurück.

„Sie alle werden in der Vorbereitung dabei sein und sollen versuchen, sich zu empfehlen“, sagt Kallnik. „Wenn sie eine Aussicht auf Einsätze haben, bleiben sie bei der Zweitligamannschaft. Wenn nicht, streben wir Ausleihen an, damit sie Spielpraxis bekommen.“

Mehr Identifikation durch mehr Talente

Die Gründe für eine gezielte Nachwuchsförderung liegen auf der Hand: Der FCM würde mit Spielern, die es aus den eigenen Reihen bis in die 2. Bundesliga schaffen, eine noch höhere Identifikation schaffen. Wenn dieser Weg funktioniert, kann dies auch für andere Nachwuchsspieler in den kommenen Jahren ein Grund sein, sich für den Club zu entscheiden. Vereine wie Werder Bremen, Schalke 04 oder 1860 München haben vorgemacht, dass sich eine gute Nachwuchsarbeit auszahlen kann.

Damit die FCM-Nachwuchsspieler, die in Zukunft ausgeliehen werden, noch besser betreut werden, gibt es beim Club ab der kommenden Saison eine weitere Neuerung: Thomas Hoßmang, der Leiter des Nachwuchsleistungszentrums (NLZ) wird sich künftig ganz gezielt um diese Spieler kümmern, ihren weiteren Weg begleiten. „Diese persönliche Betreuung ist uns sehr wichtig. Thomas wird den Jungs immer zur Seite stehen und ihnen Tipps geben“, sagt Geschäftsführer Kallnik.

FCM geht bewusst ins Risiko

Der FCM hat sich bewusst dafür entschieden, die Nachwuchsförderung weiter zu professionalisieren. Denn in den vergangenen Jahren war die Erfolgsquote überschaubar. Mit Michael Niemeyer, der zwischenzeitlich bei RB Leipzig spielte, Tarek Chahed und Nils Butzen stehen aktuell nur drei Spieler im Kader, die auch beim FCM in der Jugend spielten. Diese Quote soll jetzt kontinuierlich verbessert werden. „Wir gehen ganz bewusst ins Risiko“, betont Kallnik. „Die Nachwuchsspieler sind natürlich noch nicht fertig. Wir wollen sie aber fördern und damit gemeinsam den Magdeburger Weg weitergehen.“

Was auch für einen Schritt nach vorne spricht: Anfang des Jahres wurde das NLZ vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) erstmals mit drei Sternen ausgezeichnet – das ist die höchste Bewertung. Die A-Junioren stiegen vor einem Jahr in die Bundesliga auf, schafften jetzt den Klassenerhalt. „Wir sind noch lange nicht am Ende der Entwicklung angekommen“, sagt Kallnik. „Wichtig ist, dass auch die B-Junioren dauerhaft in der Bundesliga spielen, damit wir die Talente aus den eigenen Reihen Schritt für Schritt aufbauen können.“