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18.05.2019 Bild

Bosse kneifen – Oenning erklärt sein FCM-Aus

Tschüss 2. Liga!

Der 1. FC Magdeburg verabschiedet sich morgen (15.30 Uhr) gegen den 1. FC Köln vor ausverkaufter Hütte aus einer Saison der Tränen.

Die Pressekonferenz vor dem Spiel: ein Witz! Keine Bosse, die Flagge zeigen. Keine Erklärungen, wer bleibt, wer geht, wie das Anforderungsprofil für den neuen Trainer und die FCM-Zukunft aussieht. Stattdessen musste mit Michael Oenning (53) ein Trainer in die Runde, der erst 24 Stunden zuvor erfahren hatte, dass mit ihm nicht verlängert wird. Peinlich und unprofessionell! Bloß gut, dass der Spuk schon nach 6 Minuten und 10 Sekunden vorbei war.

Wie Souveränität nach einem Abstieg aussieht, demonstrierte Oenning danach. Ohne Groll und mit einem Lächeln sprach er offen darüber, warum seine Mission in Magdeburg gescheitert ist: „Ich bin hier angetreten, um Magdeburg die 2. Liga zu retten. Das habe ich nicht geschafft. Dafür gibt es Ursachen. Ich weiß, dass die Jungs jede Woche alles rausgehauen haben. Sie waren fast immer am Limit. Trotzdem sind wir gescheitert. An fehlender Konstanz und an fehlender Qualität.“ Auch die Langzeitverletzungen spielen für ihn eine große Rolle: „So lange wir den kompletten Kader zur Verfügung hatten, war das Team in der Lage, auch gegen große Teams zu punkten. Doch wenn ein Beck, Ignjovski, Türpitz oder ein Kirchhoff ausfielen, war das nicht zu kompensieren.“

Und was kommt nach Magdeburg? „Ich weiß es noch nicht. Ich gehe auf jeden Fall nicht im Zorn. Magdeburg, der Osten, waren für mich eine super Erfahrung. Auch wenn ich am Ende gescheitert bin.“