1. FC Magdeburg WebApp v2.0
18.03.2020 BILD

Kallnik: Dann bricht alles zusammen

Geisterspiele in der 3. Liga?

Der DFB hat die 3. Liga bis 30. April in Corona-Zwangspause geschickt! Gestern Vormittag sprachen sich Geschäftsführer Mario Kallnik (45), Sportchef Maik Franz (38) und das TrainerTeam ab, wie der FCM bis zum Tag X auf die Notfall-Situation reagiert.

Die Fakten: Von zwölf Geschäftsstellen-Mitarbeitern und 35 Angestellten im Profibereich wird keiner in Kurzarbeit geschickt. Bis zum Stichtag wird volles Gehalt gezahlt.

Kallnik: „Unsere Mitarbeiter haben einen klaren Arbeitsauftrag, auch wenn wir die meisten in Heimarbeit geschickt haben. Stand heute hoffen wir, dass die 3. Liga ab 30. April regulär zu Ende gespielt werden kann. Darauf bereiten wir uns vor.“

Sein Klub ist mit 3,3 Mio. Euro Eigenkapital in der Krise noch abgefedert. Doch bei der Konkurrenz geht die Existenzangst um!

Können die Klubs mit Hilfen aus einem DFB-Soli-Fond rechnen?

„Fondzahlungen kann der DFB nicht leisten, das ist so kommuniziert worden. Aber er hat angeboten, Einnahmen aus der TV-Vermarktung oder Geld aus dem Nachwuchs-Fördertopf früher auszuzahlen. Und er wird beratend zur Seite stehen“, so der FCM-Visionär.

Doch was, wenn die Saison gar nicht oder nur ohne Fans zu Ende gespielt werden kann? Erst Montag sagte DFL-Boss Christian Seifert (50) über die Bundesliga: „Geisterspiele sind vielleicht unsere einzige Überlebenschance.“ Gilt das auch für die 3. Liga?

Kallnik: „Ein klares Nein. Wir erhalten weniger TV-Geld. Wenn bei uns die wichtigste Einnahmequelle Fans wegbricht, dann kämpft die gesamte 3. Liga ums Überleben. Dann bricht alles zusammen.”

Sein Vorschlag: „Wenn diese Saison nicht regulär zu Ende gespielt werden kann, dann bin ich dafür, den Wettbewerb komplett zu annullieren. Und jeder fängt zur neuen Saison bei Null an.“