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08.05.2020 BILD

Drittliga-Zoff immer größer

+++ Zukunftsfrage spaltet die Länder +++ Sachsen-Anhalts Regierung unter Beschuss +++

Die 3. Liga versinkt so langsam im Chaos und der Zoff der Klubs untereinander wird immer größer!

Nachdem es am Mittwoch grünes Licht für die 1. und 2. Bundesliga gab, geht man beim DFB davon aus, dass auch die 3. Liga bald wieder spielen darf. Doch weiterhin gibt es Klubs, die gar nicht weiterspielen wollen!

Zuletzt hatten u.a. Magdeburg, Halle und Jena einen Saisonabbruch befürwortet. Dabei gibt es Unterstützung aus der Politik.

Thüringens Sportminister Helmut Holter (66): „Fußball bleibt ein Sport mit hohem Kontaktpotenzial. Vor diesem Hintergrund halte ich einen Spielbetrieb in der 3. Liga bis 30. Juni für nicht realistisch.“

Ähnlich sieht es Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (63), der den Wettkampfbetrieb in seinem Land bis zum 27. Mai untersagte und vom DFB die Entwicklung eines tragfähigen Zukunftskonzeptes fordert. Sein Regierungssprecher Matthias Schuppe (65) erläutert: „Ihm geht es darum, dass die 3. und 4. Ligen finanziell unterstützt werden und vor einer Insolvenz bewahrt werden müssen.“

Bis dahin bekommt die 3. Liga zwischen Elbe und Saale keine Sonderrolle!

Hansa-Chef Robert Marien (39) kann das nicht verstehen: „Es gibt ein Bundesland mit Sachsen-Anhalt, in dem der Sportminister das anders sieht, wo der Klassenerhalt noch politisch gesichert werden soll.“

Eine klare Breitseite gegen HFC und FCM. Halle-Boss Jens Rauschenbach (51): „Eine in allen Bundesländern bestehende Verfügungslage der Politik so zu interpretieren, ist anmaßend. Wir halten uns an die Vorgaben der Behörden und lassen uns nicht provozieren. Sportlich haben wir bewiesen, dass unsere Truppe es mit jeder Mannschaft der 3. Liga aufnehmen kann.“

- In acht Rückrundenspielen holte der HFC übrigens zwei Punkte...

FCM-Geschäftsführer Mario Kallnik (45) erklärt: „Ich kann die Kritik vom FC Hansa sogar nachvollziehen. Für sie ist der Aufstieg drin.“

Aber: „Hinzu kommt, dass aus unserer Sicht das Hygiene-Papier des DFB nicht umsetzbar ist. Wir haben das mal durchgerechnet: Geisterspiele und verschärfte Vorbeugemaßnahmen würden uns 752 000 Euro kosten.“

Doch der DFB will die Saison weiter durchziehen!

DFB-Vize Peter Frymuth (63) erklärt den Fahrplan: „Am Freitag tagt der DFB-Spielausschuss unter anderem zur Anpassung des Rahmenspielplans, nächste Woche soll das DFB-Präsidium darüber offiziell entscheiden. Die Testungen bei den Vereinen könnten gegebenenfalls bereits am 11. oder 12. Mai beginnen. Nach der zweiten Testung wenige Tage später könnte dann grundsätzlich wieder das Mannschaftstraining starten, sofern es die behördliche Verfügungslage zu diesem Zeitpunkt zulässt.“

Und die bleibt weiterhin unübersichtlich...