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09.05.2020 BILD

Kallnik lässt Hygienekonzept überprüfen

Keine Sonderrolle für den Drittliga-Fußball! Mittwoch bremste SachsenAnhalts Landesregierung, in Abstimmung mit dem Bund, die DFB-Pläne für den Re-Start der Saison vorläufig aus.

Die Folge: Mega-Ärger der Klubs untereinander!

FCM-Boss Mario Kallnik (45) versucht zu beschwichtigen. Mit Fakten wehrt er sich gegen die Anschuldigung, Magdeburg und der HFC würden sich über die Politik den Klassenerhalt sichern. Er erklärt: „Die 3. Liga hat kein grünes Licht bekommen. Diese Verfügungslage gilt für ganz Deutschland.“

Klar auch: Die Politik fordert vom DFB ein Konzept, wie die Liga und ihre Klubs finanziell überleben können – besonders nachdem 13 von 36 Vereine der 1. und 2. Liga schon vorm Re-Start am 16. Mai Insolvenz-Gefahr signalisiert haben.

Kallnik: „Und dieses Szenario mit erhöhten Kosten soll Eins-zu-Eins auf die 3. Liga umgelegt werden? Jedes Geisterspiel bringt uns näher an den Rand der Pleite.“

Der Saisonabbruch bleibt für ihn die einzige Lösung!

Das 27-seitige Hygienekonzept des DFB hat er deshalb zur Prüfung an das Gesundheitsamt geschickt. „Ich bin kein Mediziner. Aber wir haben drei Ärzte gefragt, ob sie die Verantwortung für die Umsetzung übernehmen würden. Keiner war dazu bereit. Mal unabhängig von den enormen Kosten“, begründet Kallnik.

Und sagt weiter: „Das Gesundheitsamt soll prüfen, ob die Infrastruktur eines Drittligisten überhaupt dazu taugt, so umfangreiche Maßnahmen umzusetzen.“