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11.05.2020 BILD

DFB plant Neustart am 26. Mai

Der DFB macht ernst!

Am Freitag bekamen die 20 Drittligisten eine Mail aus Frankfurt. Jetzt ist klar: Der Spielbetrieb in der 3. Liga soll am 26. und 27. Mai starten. Letzter Spieltag ist der 30. Juni. Direkt danach soll die Relegation gespielt werden.

Für den Neustart zieht der DFB auch neutrale Spielorte in Betracht. Der Drittliga-Ausschuss will dazu einen Antrag einreichen, berichtet der „Kicker“. Damit will man Szenarien vorbeugen, sollte in Stadien aufgrund behördlicher Entscheidungen nicht gespielt werden dürfen. Nach Informationen der ARD-Sportschau soll es aber heute die Freigabe der Politik geben.

Laut DFB-Statuten müssen die Klubs eine Spielstätte nachweisen, auf die sie immer Zugriff haben. Kann das ein Klub nicht, muss er eine Alternative suchen. Macht er das nicht oder findet keine, könnten die Spiele gegen die Klubs gewertet werden.

DFB-Vize und NOFV-Boss Erwin Bugar (68) sagte dem MDR, „dass vielleicht – wenn jemand von den Vereinen nicht spielen will – das mit rechtlichen Konsequenzen geahndet werden könnte.“

Der DFB macht Druck – und schafft es trotzdem nicht, die Vereine beim Thema Geisterspiele zu einen!

FCM-Boss Mario Kallnik (45) schimpft: „Es kam noch kein konstruktiver Vorschlag, wie man mit der Situation umgehen könnte, um die einen ins Boot zu holen, die anderen aber auch nicht in den Ruin zu schicken.“ Kallnik rechnet mit Mehrkosten von 740 000 Euro und bleibt bei seiner Forderung nach Saisonabbruch. Ein Szenario, das sich auch der HFC wünscht. Durch die Aktivitäten des Verbands mussten die Saalestädter trotzdem reagieren.

Präsident Jens Rauschenbach (51): „Wir sehen uns als HFC gezwungen, ins Kleingruppentraining einzusteigen, um den Wettbewerbsnachteil gegenüber anderen Clubs nicht noch größer werden zu lassen.“