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15.05.2020 BILD

So denkt Beck über die Mini-Vorbereitung

Seit drei Tagen dürfen die FCM-Profis wieder auf den Trainingsplatz. Frei bewegen geht aber nicht, weiterhin darf Magdeburg nur in Kleingruppen und ohne Körperkontakt trainieren.

Macht das Spaß, Christian Beck (32)? Der Kapitän: „Es ist zum Reinkommen in Ordnung und tut nach acht Wochen laufen im Wald auch gut. Aber wirklich schön ist es nicht.“

Keine Zweikämpfe, keine Spielformen und beim Torschusstraining gestern standen statt Torhütern drei Pylonen zwischen den Pfosten. Trainingsfeeling und Intensität Fehlanzeige und trotzdem soll in elf Tagen der Drittliga-Ball mit dem FCM wieder rollen.

Beck: „Das ist doch Wahnsinn. Wir haben immer noch kein Mannschaftstraining und sollen dann ohne Vorbereitung elf Spiele in sechs das gehen?“

Der DFB will es so und bekommt auch von anderen Drittliga-Kickern Unterstützung. 1860-Torjäger Sascha Mölders (34) motzte gestern in Richtung einiger Kollegen: „Wenn ich höre, dass andere Spieler fordern, die Saison abzubrechen und nicht weiterspielen zu wollen, kann ich nur sagen: Das ist eine absolute Frechheit. Wer so etwas von sich gibt, der hat den Sport nie geliebt.“

Eine Ansage, die sich Beck nicht gefallen lässt. Sein Konter: „Bei uns liebt jeder den Fußball. Aber wir wollen auch noch lange unseren geliebten Sport ausüben können.“

Auch Beck sieht in der drohenden Belastung ein hohes Verletzungsrisiko. Kneifen kommt für den Knipser aber nicht in Frage. „Ich heule nicht rum. Wenn es so kommt, werden wir es schweren Herzens akzeptieren müssen.“