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29.07.2020 Volksstimme

FCM hat Jugendspieler besser im Blick

Der FCM profitiert vom guten Verhältnis des NLZ-Leiters Sören Osterland zu seinem Vorgänger, dem jetzigen Drittliga-Coach Thomas Hoßmang.

Magdeburg l Wenn Thomas Hoßmang demnächst wieder mit seinem Auto auf dem FCM-Gelände vorfährt, dürfte sein erster Weg nicht immer der zum Stadion und zu den Profis sein. Ab und an verschlägt es ihn nämlich mit Sicherheit noch in die Räumlichkeiten des Nachwuchsleistungszentrums (NLZ). Klar leitet der 53-Jährige seit Anfang Juni die Drittliga-Profis des FCM, doch seine Wurzeln hat er nicht vergessen. Als vorheriger NLZ-Leiter hat er – anders als seine externen Vorgänger Claus-Dieter Wollitz, Stefan Krämer oder Michael Oenning – einen sehr guten Draht zum „Unterbau“.

Konstrukt kommt Verein zugute

Das bestätigt Sören Osterland, der als sportlicher Leiter des NLZ gemeinsam mit Mario Winkler die Hoßmang-Nachfolge antritt und betont: „Grundsätzlich kommt das aktuelle Konstrukt dem Verein sehr zugute.“ Und mit diesem Konstrukt meint er nicht nur Hoßmang, sondern auch seinen Co-Trainer Matthias Mincu, der vorher die A-Jugend trainierte, oder den neuen U-19-Coach Petrik Sander, den Hoßmang ebenfalls lange kennt und schätzt.

Zusammen mit Osterland bildet sich beim 1. FC Magdeburg damit nun also ein Quartett, das die Jugenspieler noch besser im Blick hat und ihnen den Einstieg bei den Profis künftig erleichtern soll. „Es geht darum, dass wir es schaffen, eine Einheit bis nach ganz oben hin zu sein. Ich denke, das ist durch diese personelle Verzahnung schon mal gegeben“, sagt Osterland, der von einem „noch engeren Austausch als zuvor“ berichtet.

Osterland geht in Aufgabe voll auf

Vielmehr noch sei es ein ganz anderes Selbstverständnis. „Wir können auch mal rübergehen und klopfen oder die Trainer der Ersten kommen im NLZ vorbei. Wir können auch mal zwischen Tür und Angel sprechen, parallel zu den terminierten Meetings“, berichtet er. „Es ist einfach ein engerer Austausch und es liegt näher, sich da einfach mal zu melden als bei jemanden, der von extern kommt.“

Dass mit Julian Weigel und Tom Schlitter unter dem neuen Trainergespann zuletzt zwei A-Jugendliche mit einem Profivertrag ausgestattet wurden und Weigel schon drei Mal zum Einsatz kam, spricht dafür, dass das NLZ für den Drittligisten künftig noch wichtiger werden soll. Und eine entscheidende Aufgabe nimmt dabei eben auch Osterland ein, der sich die Leitungsaufgaben des NLZ mit Mario Winkler teilt. Der gebürtige Altmärker kümmert sich um den sportlichen Bereich, Winkler mehr um das Organisatorische.

„Es ist aber nicht so, dass wir eine klare Grenze ziehen. Wir tauschen uns in allen Bereichen aus und unterstützen uns, wenn Kapazitäten vorhanden sind“, berichtet Osterland, der voll in seiner Aufgabe aufgeht.

Klare Visionen für das NLZ

Nach einigen Trainerstationen beim FCM oder auch in München, Hannover und Paderborn ist die Nachwuchsleitung „ein Bereich, in dem ich mir vorstellen kann, dauerhaft zu bleiben. Ich muss nicht unbedingt wieder auf den Platz zurück.“

Der 34-Jährige kann sich dennoch genau in die Nachwuchsspieler hineinversetzen und hat klare Visionen für das Nachwuchsleistungszentrum. Zwar könnte die Ausbildung laut Osterland „an der einen oder anderen Stelle noch optimiert werden“, dennoch betont er: „Wir sind konzeptionell sehr gut aufgestellt, auch von den Ideen. Die Mitarbeiter im NLZ haben einen hohen Grad an Qualität und Motivation.“

Und bei ihm führen nun alle Fäden zusammen. Vom kleinen Nachwuchskicker bis zum Drittliga-Trainer. Vor allem Hoßmang sei ein wichtiger Baustein. „Er kennt die handelnden Personen im NLZ und auch die Spieler“, berichtet der neue NLZ-Chef, dass auch das Vertrauensverhältnis von Hoßmang zur Jugend weiterhin groß ist, „weil er genau weiß, was er an den Nachwuchsspielern hat und wie er mit ihnen umzugehen hat.“ Und so wird Hoßmang eben auch künftig noch oft im NLZ zu Gast sein und bei Osterland in der Tür stehen.