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10.09.2020 Volksstimme

Wer spielt beim FCM neben Tobias Müller?

In der FCM-Abwehrzentrale sollte Tobias Müller gesetzt sein. Neben ihm kämpfen Brian Koglin und Neuzugang Korbinian Burger um einen Platz.

Magdeburg l Einige FCM-Spieler tummelten sich nach der Trainingseinheit am Mittwochvormittag noch um das Kopfballpendel. Vor allem die Abwehrspieler müssen mit Blick auf die erste Runde im DFB-Pokal gegen Darmstadt (Sonntag 18.30 Uhr) gewappnet sein für die Luft-Zweikämpfe. So waren die Innenverteidiger Tobias Müller, Brian Koglin und Korbinian Burger auch dabei und übten fleißig Kopfbälle.

Klar, alle drei müssen sich reinhängen in der Vorbereitung. Setzt Coach Thomas Hoßmang auch in den Pflichtspielen auf eine Viererkette, wie im abschließenden Test gegen den Bundesligisten VfL Wolfsburg (1:4), sind nur zwei Plätze in der Zentrale frei.

Zweitbeste Defensive der vergangenen Saison

Einen davon dürfte Müller sicher haben. Der 26-Jährige hat die größte Drittliga-Erfahrung, war auch in der Vorsaison mit 35 Einsätzen ein absoluter Stammspieler und hatte großen Anteil daran, dass in einer schwachen FCM-Saison zumindest die Defensive ein Prunkstück war. Gemessen an den Gegentoren stellten die Blau-Weißen die zweitbeste Abwehr in der Liga hinter Ingolstadt. Dazu gehörte auch Koglin. Nachdem der 23-Jährige im Vorsommer vom FC St. Pauli kam, spielte er häufig an der Seite von Müller, kam auf 28 Einsätze.

Ob es in dieser Saison ähnlich viele werden, lässt sich nach den Eindrücken der Vorbereitung zumindest anzweifeln. Mal abgesehen davon, dass Philipp Harant und Timo Perthel weitere Optionen für die Innenverteidiger-Position sind, hält Hoßmang auch große Stücke auf Neuzugang Korbinian Burger.

Burger sammelt viel Spielpraxis

Er sammelte in der Vorbereitung von allen Profis die meisten Einsatzminuten und spielte auch gegen Wolfsburg durch. „Mit Vertrauen spielt es sich immer besser“, freut sich Burger. Die Spielpraxis tut gut, um reinzukommen“, ergänzt der 25-Jährige, der aus Großaspach die Erfahrung von 50 Drittliga-Spielen mitbringt. Ob der Coach ihn bislang „wegen der Leistung oder weil wir nicht komplett durchwechseln konnten“, hat durchspielen lassen, sei für Burger „mal dahingestellt“.

Fest steht aber: Koglin wurde im abschließenden Test erst nach 64 Minuten eingewechselt und spielte – für ihn ungewöhnlich – als Rechtsverteidiger. Wie geht der 1,86 Meter große Linksfuß mit der Situation um, um den Stammplatz kämpfen zu müssen? „Das ist ja nicht neu. Konkurrenzkampf gehört immer dazu. Dadurch kann und sollte man sich selbst verbessern und die Spieler pushen sich gegenseitig.“

Mit Burger hatte Koglin bislang außerhalb des Platzes nicht viel zu tun, dennoch besteht ein gesunder Konkurrenzkampf. Gibt es mehr Akteure für eine Position, „gibt jeder mehr Gas“, vermutet Koglin, der ganz uneigennützig anfügt: „Das ist gut für die Mannschaft. Und der mannschaftliche Erfolg steht im Vordergrund.“

Spielzeit zu bekommen, ist für jeden der Anspruch

So wie beim Pokalspiel am Sonntag, auf das sich Koglin sehr freut. Nach einer kurzen, aber intensiven Vorbereitung für ihn „nicht immer die schönste Zeit“, betont der gebürtige Hamburger: „Wir freuen uns, dass die Saison endlich losgeht.“ Ob dann er oder Burger in der Startformation steht, oder in einem 3-5-2-System ganz und gar beide, wird den Verteidigern egal sein, wenn das Ergebnis stimmt. Doch: „Es sollte von jedem Spieler der Anspruch sein, zu spielen“, sagt Koglin. „Man wird in den kommenden Wochen sehen, wie der Trainer aufstellen wird.“