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14.09.2020 BILD

Sparwasser versetzt den Stadtschreiber

Der Dramatiker und Schauspieler Jörg Menke-Peitzmeyer (54/u.a. „Der Manndecker“, „Abstiegskampf“ und „Steht auf, wenn ihr Schalker seid“) verbindet seine Begeisterung für Theater und Fußball.

Als Stadtschreiber von Magdeburg schrieb er jetzt das Theaterstück „Sparwasser“. Die autobiografische Handlung spielt 1974 und erzählt von einem Jungen, der in die DDR reisen möchte, um dort sein großes Idol Jürgen Sparwasser (72) kennenzulernen.

Der frühere DDR-Nationalspieler schoss bei der Fußball-WM 1974 das Siegtor im einzigen Spiel gegen die Bundesrepublik.

Knapp 46 Jahre später kam Menke-Peitzmeyer seinem Traum nah wie nie: Sparwasser und die Europapokal-Helden vom 8. Mai 1974 (2:0 gegen AC Mailand) trafen sich am Wochenende im Magdeburger Gasthaus „Zum Lindenweiler“, um die coronabedingt verschobene Party nachzuholen.

Das Rathaus hatte über den FCM-Ehrenrat ein Treffen vereinbart, Menke-Peitzmeyer reiste aus seiner Heimat NordrheinWestfalen an. Doch Sparwasser weigerte sich partout, wollte sich auch nicht nur fünf Minuten Zeit nehmen: „Mit mir hat niemand über ein Treffen gesprochen, ich habe keine Zeit.“ Schade!

Zeit nahmen sich dafür die ehemaligen Teamkollegen. Wolfgang Seguin (74) und Torwart Ulrich Schulze (72) würdigten die Arbeit des Stadtschreibers, erzählten ihm geduldig einige Anekdoten. Versöhnlich für Menke-Peitzmeyer: „Ich habe eine große Affinität zum Fußball. Doch etwas Herzliches wie diese beiden habe ich bisher kaum erlebt, was ehemalige Fotos Profis betrifft.“