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17.11.2020 Volksstimme

Brünker sieht beim FCM noch Luft nach oben

FCM-Stürmer Kai Brünker freute sich in Kaiserslautern über seinen zweiten Einsatz in der Startelf. Er weiß aber, es geht noch besser.

Kaiserslautern l Bei den täglichen Gesprächen mit der Freundin in der Heimat musste FCM-Stürmer Kai Brünker zuletzt etwas improvisieren. Sein neuer Schnauzer hat zwar noch nicht die Ausmaße wie bei TV-Figur „Magnum“, verbergen lässt sich der Oberlippenbart aber auch nicht gerade. „Meine Freundin findet, der ganze Bart muss stehen bleiben. Sie kennt es so noch nicht“, erzählt Brünker lachend vom derzeitigen Verzicht auf die Videotelefonie.

"Wir wussten nicht, wer beginnt"

Doch die Geheimniskrämerei ist jetzt wohl vorbei, immerhin rückte der 26-Jährige am Wochenende etwas in den Fokus. Durchaus überraschend stand er beim 1:1 (0:0) der Magdeburger in Kaiserslautern in der Startformation und nicht etwa Kapitän Christian Beck, Daniel Steiniger oder Florian Kath, die allesamt auf der Bank Platz nahmen und später eingewechselt wurden. „In der Trainingswoche haben wir immer mal wieder rotiert. Wir haben auch nicht gewusst, wer beginnt“, verrät Brünker. „Es freut mich natürlich brutal, dass ich der Mannschaft von Beginn an helfen durfte.“

Zwar hat der Neuzugang aus Großaspach schon neun Drittliga-Einsätze in dieser Saison in der Statistik stehen, sieben Mal wurde er allerdings eingewechselt. Vorher stand er nur beim 1:1 bei 1860 München in der Startelf. Beim zweiten Mal gab es erneut auswärts Punkte. Ein gutes Zeichen also? Zumindest war Brünker mit seinem Auftritt ganz zufrieden: „Ich habe mich super gefühlt, hab die Bälle gut festgemacht und verteilt.“

Keine echte Torgefahr

Immer wieder wurde der 1,90-Meter-Hüne mit langen Bällen gesucht, auch auf den Außen war er präsent. Bis auf einen harmlosen Torschuss in Hälfte eins konnte aber auch der „Panzer“ im Kellerduell nicht wirklich Torgefahr ausstrahlen. Was für die gesamte Mannschaft galt und auch Brünker nicht passte. „Auch mal die Initiative zu ergreifen und einen Laufweg zu gehen, der wehtut – das hat man bei uns eventuell zu selten gesehen“, so Brünker, der zudem forderte, dass seine Mannschaft und er „im letzten Drittel einen klaren Kopf bewahren, uns die letzten Bälle gescheit zuspielen und zum Schuss kommen sollten“.

Eben all das, was der FCM beim Kellerduell in der Pfalz hat vermissen lassen. Wonach angesichts des gewonnenen Punktes aber bald schon vermutlich keiner mehr fragen wird. Wichtig für Brünker war viel mehr, dass sein Team nach dem 0:1 „ein gutes Gesicht gezeigt“ hat und schnell zum Ausgleich kam.

Leichter Aufwind erkennbar

Mit nun vier Punkten aus den vergangenen beiden Spielen ist beim FCM ein leichter Aufwind zu erkennen. Ob der nun mit dem neuen Look einiger FCM-Spieler zusammenhängt – auch Thore Jacobsen trägt neuerdings einen Schnurrbart – sei mal dahingestellt. Zumindest aber nehmen die beiden Profis damit am „Movember“ teil. Eine Aktion, bei der es darum geht, sich während des Monats November einen Oberlippenbart stehen zu lassen und damit Spenden für die gleichnamige Stiftung zu sammeln, die sich für Männergesundheit einsetzt.

Gespendet hat Brünker dafür bislang zwar noch nicht, der Botschafter von „Wir helfen Kindern“ will das aber jetzt schnellstmöglich nachholen. Die kleine Prämie vom 1:1 in Kaiserslautern soll für den guten Zweck investiert werden. Und kommt am Monatsende der Bart dann ab? „Mal sehen, vielleicht bleibt er auch länger, mir gefällt er irgendwie“, sagt Brünker schmunzelnd. Bleibt abzuwarten, was seine Freundin dazu sagt.